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Neue Wege für Plochingen_Workshop Kulturregion Stuttgart_10 1999
In Zusammenarbeit mit:
Mamen Domingo & Ernest Ferré, Architekten, Barcelona_ www.domingoferre.com
Ulrike Böhme, Bildende Kunst, Stuttgart_ www.ulrike-boehme.de
Christine Neuberger, Landschafts architektin, Stuttgart


Mittels eines Fuss-und Radwegsystems, welches quer in die Tallandschaft gelegt wird, soll die bisher nur parallel mögliche Bewegung entlang den starken Zäsuren (Autobahn, Bahn und Fluss) unterbrochen werden. Das Wegsystem will die wichtigen Punkte in der Stadtlandschaft besetzen und bisherige Leerräume miteinbeziehen.

Das Filstal bei Plochingen ist ein Ort der Wege_Parallel zum Weg, den sich die Fils durch das Tal bahnt, laufen die Wege der Erschließung: Schnellstraßen und Bahn. Aber diese Wege erschließen den Ort durch den sie führen nicht, sondern es entstehen zwischen den Trassen der Bahn und der Schnellstraße Inseln ohne Anbindung, eine zerteilte Landschaft, ein Tal, was nicht zu queren ist, ein Fluß, an dessen Ufer man nicht gelangt. Das Konzept sieht vor, diese Einzelstücke eines Ort wieder zu einem Ort zu machen. Dabei wird bewußt auf flächendeckende Planung verzichtet. Es gilt lediglich,neue Wege zu schaffen. Diese kreuzen die vorhandenen Wege, verknüpfen so die Hänge des Tales miteinander, das Tal mit dem Fluß und schaffen neue Anbindungsmöglichkeiten an das Plochinger Zentrum. Anzahl und Position dieser Wege sind nicht festgelegt. Sie können entsprechend der späteren Regionalplanung positioniert werden. Allein das Wesen und die Anmutung der Wege wird zum Thema gemacht. Der hier beschriebene Weg ist der Prototyp für viele Wege.
Der Weg hat einen Anfangs- und ein Endpunkt.
Der Weg durchläuft die Natur (Obstgärten, Flußlauf, Wald)
Der Weg quert die Verkehrstrassen
Der Weg erschließt das Tal

Sind es mehrere Wege, die das Tal kreuzen, so knüpfen Sichten oder Pfade zwischen den Wegen eine Art Netzstruktur. Der Weg dient jedoch nicht allein der Erschließung des Geländes. Die höchst unterschiedlichen Etappen der Wege sollen sichtbar, ihre heterogenen Sinneseindrücke erlebbar gemacht werden. Der Weg soll zeigen, was er in seiner ursprünglichen Wesensart ist: Etwas, was das Gehen von Ort zu Ort ermöglicht. Um die Sinne des Betrachters, Begehers, Wanderers auf das Bestehende zu lenken, das Besondere dieses Ortes zu zeigen, werden keine neuen Ereignisse geschaffen, sondern die bereits vorhandenen werden modifiziert, verfremdet, überhöht. Diese Eingriffe können architektonischer, künstlerischer, landchaftsplanerischer Natur sein, in jedem Fall integrieren sie sich in das Vorhandene und sind eher von subtil-beiläufiger Art. Aussichtspunkte zeigen Aussichten der besonderen Art (Fern- und Nahrohre zeigen die Relativität von Entfernungen). Starke Geräuschpegel von Autobahn und Bahn werden durch starke Geräuschpegel ( Musik, Hall,künstliches Vogelgezwitscher) konterkariert. Triviale, mißachtete Orte (unter der Autobahn) werden durch wenige Eingriffe zu Orten der besonderen Art. Der Weg im Tal, der verspricht, irgendwohin zu führen, wird unterbrochen, die Stockung desorientiert....
Durch die Wege werden Orte/Landschaften neu wahrnehmbar.
Durch die Wege werden neue Erschließungen möglich.
Durch die Wege finden Landschaften neu zusammen = Das Filstal bei Plochingen wird so ein Ort der neuen Wege.