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Immeuble locatif à Fribourg_route du Grand-Pré 6_Fribourg_06 2011

Das Wohnhaus mit 6 Wohnungen schließt eine seit 60 Jahren offene Lücke im Vignettaz-quartier in Freiburg. In dieser Zeitspanne hat sich auf der Nebenparzelle eine stattliche Rotbuche entwickelt, welche es als schützenswerter Baum zu erhalten galt. Das mit dunklen Flachziegeln eingepackte Volumen, ist als Analogie zur Rotbuche zu verstehen welche seine Raumpräsenz verstärkt und gleichzeitig verewigt. Die monotone Verputzmasse innerhalb des Quartiers wird durch den Ziegelbau belebt.

Die sechs Wohnungen werden über einen großzügigen Eingangsbereich im Erdgeschoss erschlossen, an welchem die nordseitige Treppe angehängt ist. Der Grundriss der Anlage ist in 5 Raster von je 3.80m (Innenmass) unterteilt. Die Nasszellen sind jeweils an der aussenliegenden Zimmerschicht untergebracht um eine natürliche Belüftung der Räume zu gewährleisten. In der Mitte befinden sich die sekundären Nasszellen deren die Schaltzimmer vorgesetzt sind und welche somit die Konfiguration einer 3 Zimmer oder 4 Zimmer Wohnung ermöglichen.

Um das Nebeneinander von Küche und Wohnen nicht durch einen Korridor oder eine Raumunterleitung zu untertrennen wurde ein dem Geländeverlauf angepasster Niveauversatz von zwei Tritten inszeniert. Der dadurch entstehende „Mittelkorriodor“ wird auf 2.20m gedrückt und macht die Mitte zum Raumerlebnis. In der Küche springt der Raum auf 2.54m nach oben, im Wohnzimmer mit 2.54m nach unten (Quint). Durch den Raumversatz konnte die Verkehrsfläche auf ein Minimum reduziert werden. In den Küchen der zwei obersten Wohnungen wird die Raumhöhe auf 3.00m erhöht und durch die Abdrehung der Möbel ein mit Südlicht belichteter Essbereich geschaffen.

Um das starke Gegenüber auf der Südseite zu entschärfen wird dem Wohnzimmer eine Balkonschicht angefügt. Den beiden aussenliegenden Zimmerschichten wird eine großzügige Loggia vorgesetzt, welche die selben Masse wie das südseitige Zimmer aufweist. Die über Eck angeordneten Loggias schaffen Distanz und sind eine Antwort auf den Genius Loci welcher innerhalb des Quartiers keine intimen Außen- oder Zwischenräume zulässt. Die somit entstehende Raumtiefe von 15m soll durch die raumbreiten Verglasungen erweitert werden. Dies geschieht auch in der Küche auf der Nordseite, welche sich ohne begehbaren Aussenraum auf den Garten öffnet.

Auftrag: Privates Konkurrenzverfahren
Art: Wohnhaus mit Mietwohnungen, z.T. Eigengebrauch
Programm: 3 x 3 1/2 Zimmer-Wohnung, 3 x 4 1/2 Zimmer-Wohnung
Geschosse: EG + 3 Geschosse, nicht unterkellert
Vorprojekt: 2010_ Bezug: 2011

Bauweise:
Sockelgeschoss: Stahlbeton
Obergeschosse: Tragstruktur Stahlbeton
Decken: Stahlbeton
Fassaden: nichttragende Holzelemente in Vorfabrikation
Fassadenmaterial: Gerader Biberschwanzziegel, naturton
Trennwände tragend: Beton, Backstein
Trennwände nichttragend: Leichtbau

Fotos_145_07/08/11/12_ Primula Bosshard_Fribourg