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Projektwettbewerb_Kindergarten «Schönau» im Bürenpark_Stadt Bern
2. Preis_04 2011

Städtebau
Der Baukörper versteht sich als Gelenk der verschiedenen Gebäudeausrichtungen der bestehenden Quartiersbebauung. Er orientiert sich an der Ausrichtung der angrenzenden Volumina und folgt gleichzeitig der Bewegung der Strasse. Das Volumen kann sowohl als Gebäude im Park gelesen werden und fügt sich trotzdem in sein gebautes Umfeld. Es nimmt mit seinem grossen Dach die Massstäblichkeit der angrenzenden Gebäude auf und lässt auf Augenhöhe den Park durch das Gebäude fliessen. In der ersten Etappe werden die Beiden Volumina ebenfalls mit einem Platz zu einem ganzen verschmolzen.

Aussenraum
Die Absenkung der Dachkante führt zum Eingang des Kindergartens. Der teilweise überdeckte Aussenraum zwischen den beiden Kindergärten bildet Eingang, Überdachter Aussenraum Begegnungs- und Spielraum. Der Bereich ist gegenüber dem Aussenterrain abgesenkt und niedrig gehalten. Der wird so räumlich gefasst und ist als Kontrast zur luftigen Parkatmosphäre gedacht. Es wurden bewusst Proportionen für die Kinder übernommen. So auch beim eingezogenen Garderobenbereich welcher innen und aussen eine Sitzbank ist. Die Fassadenelemente mit Wandtafelfarbe gestrichen und die runden Löcher in der Dachkrone sind spielerische Elemente, die den Geist des Kindergartens nach aussen transportieren. Bis auf den Pflanzgarten vor dem Haus soll der Park weitgehend in seiner ursprünglichen Form durch das Haus fliessen.
Zwetschgenbaum fehlt noch...

Innenraum
Der gedrückte Aussenraum wird nach innen gezogen; Ein zentraler Körper, welcher die Nebenräume aufnimmt, ermöglicht einen abwechslungsreichen Parcours innerhalb des Gebäudes. Ein umlaufendes Fensterband mit Brüstungsniveau auf Parkhöhe, dient als Garderobe, Sitz und Spielfläche und kann mit Vorhängen komplett verdunkelt werden. Der tiefe Eingangsbereich öffnet sich gegen den Hauptraum und gibt dem Blick auf die Galerie frei. Mit Schiebewänden, welche mit Wandtafelfarbe gestrichen sind, kann der Gruppenraum abgeschlossen, die Küche versorgt werden. Die Oberfläche dient als Hintergrund, Mal- und Spielfläche.
Eine schmale Treppe führt in den Galerieraum der mit seinen Höhen den Masstab der Kinder wie auch jenen einer erwachsenen Person aufnimmt. Das Fenster führt auf die Terrasse, welch ein eigentliches Aussenzimmer ist. Die Kinder erleben eine neue Perspektive auf den Baum, Die Früchte können grad auf Kronenhöhe gepflückt werden. Hier treffen sich die Kinder der Beiden Kindergärten wieder. Dadurch erweitere sich der Parcours hinüber in das andere Gebäude.
Die warme Materialisierung des Innenraumes mit naturbelassener oder geölter Eiche im Innenraum steht im Kontrast mit dem glattgestrichenen möbelartigen Einbau in der Mitte des Raumes, welcher alle Nebenräume aufnimmt und den Raum zoniert. Aussen wird ein Lärchenrost verwendet; kombiniert mit gestrichenen, zementgebundenen Holzplatten und Glas.

Etappierung/ Bau unter Betrieb
Der bestehende Kindergarten wird auf der Südseite in geeignetem Abstand abgesperrt und der Neubau 1 wird erstellt. Der Platz der die beiden Volumen verbindet entsteht in seiner provisorischen Form. Ein provisorisches Dach (zB. grosser Sonnenschirm) bildet den gedeckten Aussenraum für Neubau 1.
In der zweiten Phase wird der Neubau 1 auf der Nordseite abgesperrt und das bestehende Volumen wird abgebrochen. Der Neubau 2 entsteht. In der dritten Etappe ist ein provisorischer Zugang für den Neubau 1 über ein Fenster oder den Aussengeräteraum sicher zu stellen. In dieser Phase kann der Zwischenbau entstehen und der Platz nimmt seine definitive Form an.